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Dreifachsieg beim 3Ländergiro!

Aktualisiert: 28. Juni 2023

Vergangenen Sonntag standen Lukas Enzenhofer, Matthias Gusner und Maxi Huber am Start der 30-jährigen Jubiläumsausgabe des Dreiländergiros in Nauders (Tir, Ö). Punkt 0630 erfolgte der Startschuss durch die Schützenkompanie Nauders. Die Strecke Vischgau führt über den Reschenpass, vorbei am malerischen Reschensee über Prad auf das legendäre Stilfser Joch (2757m), über den Umbrailpass nach Santa Maria Val Müstair, zurück nach Mals und auf der Westseite des Reschensees wieder retour nach Nauders. Dabei werden 120km und knappe 3000hm von den Athleten zurückgelegt. Soweit zu den Routenfacts.

Der Tag startete für die 3 Rennfahrer schon etwas stressig, denn sie wurden von einem italienischen Hotelgast eingeparkt und mussten das gesamte Hotel um 5 Uhr in der früh wecken um den Lenker auszuforschen. Ausgerechnet das letzte Zimmer an dem geklopft wurde, war dann das richtige und der verschlafene Herr parkte sein Auto gnädigerweise um. Kurz schnellte der Puls bei Maxi in die Höhe, als er von einer wütenden Mutter höflichst darauf hingewiesen wurde, dass er doch bitte das nächste Mal leiser klopfen möge. 5min vor Rennstart standen dann alle an der Startlinie (oder 57 Reihen dahinter). Da Maxi das Rennen schon vom Vorjahr kannte, konnte er die Kollegen beruhigen, da kein hektischer Start zu erwarten war und genügend Zeit vor dem Anstieg um Positionen gut zu machen. So fuhr das Team gemeinsam vorbei an schnaufenden Athleten und schloss in Reschen auf die Spitze auf. Lukas setzte sich daraufhin sofort an die Spitze und nahm die Abfahrt auf Mals als Erster in Angriff. Nach kurzer Highspeed Abfahrt und anschließendem Flachstück Richtung Prad bog das Feld ein letztes Mal rechts ab und dann stand die Aufgabe der 3 schon vor ihnen: Der Stelvio, ein Mythos. Lt. Strava 1848hm, 25,05km, 7,4% Steigung, 64.298 Personen, KOM: Jai Hindley 1:11:17, VAM: 1558. Unsere Burschen ließen sich von diesen Daten nicht beeindrucken und fuhren im immer kleiner werdenden Hauptfeld unaufgeregt die ersten Kilometer. Kurz nach Trafoi war die Gruppe auf etwa 10-15 Fahrer zusammengeschrumpft und in den Kehren im Wald übernahm Maxi das Kommando, dicht gefolgt von Matthias und Lukas. Aus den Kehren beschleunigten die 3 jedes Mal so hart, dass pro Kehre ein weiterer Fahrer aus der Gruppe fiel. Schließlich zeigte Matthias beim weißen Knott (ca. 2000m) seine Fähigkeiten, erhöhte das Tempo noch einmal und fuhr solo an die Spitze. Dahinter wurde die Attacke nicht gekontert und Lukas und Maxi verblieben in der Gruppe, die die beiden später attackierten und nur gefolgt vom Vorjahres-vierten am Weg nach oben waren. Doch es konnten 2 weitere Fahrer aufschließen und so verweigerten die beiden jegliche Führungsarbeit in der Gruppe um die Führung von Matthias nicht zu gefährden. Matthias kam als erster oben am Pass an, mit einer Auffahrtszeit von 1:27:52(!). Somit war er 2:34min schnelles als Maxi und Lukas, die mit der 5er Gruppe über die Passhöhe fuhren. Oben angekommen übernahm Maxi als routinierter Abfahrer das Kommando und die Gruppe zerbröselte innerhalb der ersten Kehren, noch bevor zum Umbrailpass abgebogen wurde. Matthias zeigte auch bergab eine Wahnsinns Leistung und raste Richtung Mals, wo der finale komplizierte Anstieg durch etliche Dörfer und großteils am Radweg Richtung Reschensee zu bewältigen war. Lukas und Maxi arbeiteten perfekt zusammen und konnten ihre Verfolger in Schach halten. Nach Gravelsektionen, gefährlichen Begegnungen am Radweg und Zieleinfahrt über die vielbefahrene Reschenpassstraße fuhr Matthias als Erster nach 3:47:17 über den Zielstrich. Eine der schnellsten, je gefahrenen Zeiten! Lange musste er auf seine 2 Teamkollegen nicht warten, denn nur 3:19min später fuhren Maxi und Lukas gemeinsam ins Ziel! Was für ein Erfolg für das Team! Siegerinterview, Fotos für die Presse, Fotos für beigeistete Zuseher, alles ging plötzlich Schlag auf Schlag. Besonders erwähnenswert ist auch noch die Leistung von Michaela Beyer, die stets bei unseren Rennen als Betreuer und Freundin dabei ist. Sie wurde bei ihrem ersten Radrennen überhaupt sensationell 3.Dame gesamt, mit nur 45min Rückstand auf Matthias.


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